Gereon Janzing, geobotánico y etnobotánico
Gereon Janzing, geobotánico y etnobotánico

Melken

Die Theorie des Melkens ist relativ einfach, aber man muss es in der Praxis lernen.

Bevor sie gemelken wird, muss die Ziege, die Kuh, das Schaf, die Stute oder was auch immer gebären. In den ersten Tagen nach er Geburt gibt sie Milch einer besonderen Zusammensetzung, die Kolostral- oder Biestmilch (auch: das Kolostrum), die normalerweise nicht für den menschlichen Konsum verwendet wird.

Im Allgemeinen milkt man zweimal am Tag, immer etwa zur gleichen Zeit. Wenn eine Ziege oder ein Schaf Junge hat und sie stillt, kann es reichen, einmal am Tag zu melken, aber es empfiehlt sich, regelmäßig zu melken, damit sie nicht mit der Milchproduktion nachlässt und dass sie, insbesondere wenn sie jung ist, sich daran gewöhnt.

Wir beginnen mit sauberen und trockenen Händen. Vor dem Melken muss das Euter massiert werden, damit die Milch hinunterfließt. Gleichzeitig reinigen wir das Euter trocken.

Danach beginnt man mit dem Melken. Mit den Zeigefingern schließen wir den oberen Teil der Zitzen wie einen Sahnesack und drücken mit den anderen Fingern die Milch nach unten, wo wir sie in einem Behälter auffangen, gewöhnlich einem Eimer.

Wenn wir Kühe melken, müssen wir von Zeit zu Zeit zwischen den vorderen und den hinteren Zitzen wechseln, da sie vier haben. Ziegen und Schafe haben nur zwei. Am Ende müssen wir weiter massieren, bis keine Milch mehr in die Zitzen fließt.

Vor Gebrauch muss die Milch durch einen Filter fließen oder für den Hausgebrauch zumindest durch ein Sieb.

Eines Tages entdeckten unsere Schweine, wie man die Kühe der Nachbarn milkt, ohne dass es iohnen jemand gezeigt hätte. (Wir tränkten sie mit saurer Molke, aber nicht mit Milch.)