Gereon Janzing, geobotánico y etnobotánico
Gereon Janzing, geobotánico y etnobotánico

Verwundbarkeit

Um zu bewerten, wie bedroht eine Art oder ein Ökosystem ist, reicht es nicht aus, auf Zahlen zu schauen. Es ist notwendig, auch die Verwundbarkeit (Vulnerabilität) zu berücksichtigen. Im Prinzip kann man sagen: je anpassungsfähiger und selbstregenerativer, desto weniger verwundbar. Stenöke Organismen sind verwundbarer als euryöke. Auch Endemiten sind besonders verwundbar.

Eine Art, die nur unter ganz speziellen Gegebenheiten lebt, ist verwundbarer als eine, die in sehr unterschiedlichen Biotopen überleben kann.

Dasselbe Konzept wird in der Wirtschaftsgeografie verwendet, um zu beschreiben, wie gut eine Wirtschaft mit Veränderungen wie Naturkatastrofen oder exogenen wirtschaftlichen Veränderungen umgehen kann. Eine Wirtschaft, die hauptsächlich auf einem einzigen landwirtschaftlichen Anbauprodukt beruht, ist viel verwundbarer als eine, die auf vielen verschiedenen Anbauprodukten und Haustieren basiert.