Plantes i humans
Plantes i humans

Kulturökologie

Die Kulturökologie ist ein Teil der Ethnologie, der sich mit der Beziehung zwischen Gesellschaften und ihrer natürlichen Umwelt beschäftigt. Sie untersucht die Arten, wie sich Kulturen an die jeweilige ökologische Umgebung anpassen, dazu gehört das Ressourcenmanagement, auch mit Diskussionen zur Nachhaltigkeit.

Es wird immer mehr beachtet, dass kulturelle Vielfalt und Ethnodiversität ein Teil der Biodiversität sind. Bemühungen, Kulturen und Sprachen zu retten, werden zunehmend mit Bemühungen zur Rettung von Arten und Ökosystemen verbunden. Das Wissen der in einem Gebiet seit Jahrtausenden ansässigen Ethnie ist oft eng mit dem Ökosystem verbunden.

In den Vereinigten Staaten nahm eine Richtung ihren Anfang, die sich ökologische Anthropologie nennt (englisch: cultural anthropology), die versucht, die Kulturen als Reaktionen auf die Umwelt zu erklären. Manchmal schießen sie übers Ziel hinaus, und das führt das zu absurden Vorstellungen mangels ökologischer Kenntnisse. So gibt es Leute, die sagen, die Azteken (die in vielen Mythen als Kannibalen gelten) hätten Menschen töten und ihr Fleisch essen müssen, um ausreichend Proteine zu haben. So etwas dient bestenfalls für ein Grinsen. Denn wir wissen, dass Fleisch nur einen kleinen Teil der Proteine enthält, die das Tier (in diesem Fall: der Mensch) aufgenommen hat. Nun denn, woher hatten die Opfer die großen Mengen an Proteinen? Vermutlich von Bohnen. Und die Azteken kannten ebenfalls Bohnen und aßen sie direkt.